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12:45 – 13:30
Art der Veranstaltung: Vortrag
Raum: Bunsen Saal

Ein Produkt ist intuitiv benutzbar, wenn Menschen mit unterschiedlichen Vorerfahrungen und Fähigkeiten keine Mühe haben ihr Ziel zu erreichen. Intuitive Benutzung hat dabei viel mit Vertrautheit zu tun. Wenn Benutzern die Benutzung eines Gerätes vertraut erscheint, dann können sie das Produkt schneller, mit weniger Fehlern und mit geringerem mentalen Aufwand benutzen. Der übliche Weg, Vertrautheit mit einem neuen Produkt herzustellen, ist, bekannte Produkte zu imitieren. Der Beitrag wird zeigen, dass dies nicht immer die ideale Lösung ist. Zum einen trägt dies zur Verfestigung suboptimaler Gestaltungslösungen bei. Zum anderen werden dadurch Benutzergruppen ausgeschlossen, denen die entsprechende Vorerfahrung mit Technik fehlt. Inklusives Design für verschiedene Altersgruppen ist damit also nur schwer möglich. In meinem Vortrag geht es deshalb um eine andere Art des Umgangs mit "Vertrautheit" bei der Gestaltung von Benutzungsoberflächen. Sie beruht nicht auf der Vertrautheit mit bestimmten Produkten, sondern auf der Vertrautheit mit grundlegenden Zusammenhängen im Alltag. Dahinter steht die Theorie der Image Schemas. Ich gehe in meinem Beitrag darauf ein, wie Gestalter die Theorie für die intuitive Benutzung einsetzen können und welche Ergebnisse sie damit erzielen können. Meine Beispiele decken einen breiten Bereich von Anwendungen ab, etwa die Gestensteuerung für mobile Geräte oder die Steuerung von Zentralheizungen und Radios mittels iPad im häuslichen Umfeld.